Die Früchte der Anthroposophie

Aus seinen geistigen Erkenntnissen konnte Rudolf Steiner durch die Anthroposophie fruchtbare Anregungen für nahezu alle Lebensbereiche gegeben, die auch weltweit aufgegriffen und vielfach weiterentwickelt wurden. So etwa für die Waldorfpädagogik auf Grundlage einer spirituellen Menschenkunde, für die anthroposophisch erweiterte Medizin, für die Betreuung seelenpflegebedürftiger Menschen, für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, für alle Bereiche der Kunst, von der Architektur, über die Malerei bis hin zur Sprachgestaltung und der von ihm ganz neu entwickelten Eurythmie, und insbesondere auch für das soziale politische Leben durch die von ihm entwickelten Gedanken zur Dreigliederung des sozialen Organismus.

Die auf die freie geistige Individualität des Menschen gegründete Anthroposophie stand notwendig in strengem Gegensatz zu dem völkischen Gedankengut der Nationalsozialisten. Ab 1933 war die Anthroposophie daher in Deutschland und seit 1938 auch in Österreich verboten und konnte erst nach 1945 hier wieder öffentlich in Erscheinung treten.