Der Seelen Erwachen

Viertes Bild

Die Landschaft des zweiten und dritten Bildes.

(Der Büroschef mit Romanus sprechen, im Spaziergange stehenbleibend. Später: Johannes, sein Doppelgänger; der Geist von Johannes Jugend; der Hüter, Ahriman; Benedictus, Maria; Strader, die Seele der Theodora.)

Im Gespräch mit dem Bürochef äußert Romanus seine Ansicht, dass Straders Freunde nicht mehr im Zusammenhang mit guten Geistwesen stünden, Strader selbst jedoch noch die guten Kräfte der Naturdämonen empfangen könne. Straders Geistesart fühlt sich Romanus eng verbunden. Ihm ist, als hätte er seine eigenen Kräfte Strader zu verdanken, der sich in einem früheren Leben zu seltener Seelenhöhe gebracht und neue, tatkräftige Gedanken der Menschheitsentwicklung einverleibt habe. Der Bürochef kann ihm darin zwar nicht folgen, doch haben Romanus Worte, den er sehr achtet, für ihn doch einiges Gewicht.

Johannes steht indessen noch ganz unter der Nachwirkung der Erlebnisse des zweiten Bildes. Von ferne erklingt ihm die Stimme seines Doppelgängers, den er aber zunächst für die andre Phila hält:

Verzaubertes Weben
Des eigenen Wesens.

Mahnend führt ihm der Doppelgänger den Geist von Johannes Jugend vor das Seelenauge. Erst durch dessen Worte erkennt er den Doppelgänger, der ihn weiter führt zu seinem Herrscher, der nun als der Hüter der Schwelle sichtbar wird und ihm deutlich macht, dass er nur befreit von seinen Wunschgedanken im reinen Schauen die Schwelle übertreten könne. Ahriman erscheint und dann auch Maria und Benedictus, doch auch sie erschaut Johannes nur „als Wahngebilde, weil Wunscheswahn dem Schauen sich verbündet.“